Anja Neri — Kunstmalerin mit Herz

Geboren am 20. Oktober 1975 wuchs Anja Neri im ehemaligen Chorherrenstift und späteren Amtshaus in Embrach auf, das sie mit ihrer Mutter — der Schauspielerin Bella Neri — , ihrer jüngeren Schwester und den Grosseltern bewohnte. Sie genoss das Zusammenleben mit Hedwig und Umberto Neri, die beide auch gefragte Kunstschaffende (Mosaik, Keramik, Malerei) waren und im Amtshaus immer wieder zu Ausstellungen mit Speis, Trank und Musik einluden.

Die Faszination fürs Detail, für Abläufe und Zusammenhänge haben Anja Neri schon als Kind bei ihren Streifzügen durch den Amtshauspark und in die Umgebung von Embrach geprägt. Mit elf Jahren wusste sie, was sie einmal werden wollte: Wissenschaftliche Illustratorin.

Nach Abschluss ihrer Ausbildung (>> Schlussarbeit) an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich hat dieser Beruf sie nun, etwas über Umwege, zu ihrer Berufung geführt: der Kunstmalerei. Ihren Werken liegt der Versuch zu Grunde, Stimmungen zu vermitteln, Atmosphäre zu schaffen und Dinge in ihrem Wesen zu erfassen. Dabei spielt die Beschaffenheit der Bildoberfläche, sei es durch Verwenden von grobkörnigem Sand, Halbkreidegrund oder den bewussten Einsatz von Pinselduktus und Firnis (Schutzlasur) eine wichtige Rolle.

Nach zahlreichen Ausstellungen folgte Anfang 2006 die Werkschau Herbstbilder' (Impressionen aus dem Val de Travers) in der Galerie beim Stadtblatt in Winterthur, wo die Künstlerin von Juli bis September 2008 erneut ausgestellt hat.